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Sicher ist sicher in Washington

Am nächsten Morgen ging es dann von Baltimore nach Washington. Leider kamen wir insgesamt 18 Stunden später als ursprünglich geplant an, so dass für Besichtigungen nicht viel Zeit blieb. Vor Janas Vortragstermin beim Energieministerium reichte es gerade mal für einen Spaziergang längs der „National Mall“, jener Grünanlage, die vom Kongressgebäude über den Obelisk des Washington-Mausoleums bis hin zum Lincoln-Mausoleum führt. Etwas abseits dieser Achse schlendern wir noch am Garten des weißen Hauses vorbei, um festzustellen, dass der Präsident offensichtlich einen eigenen Imker beschäftigt. Vielleicht kann man ja mal herausfinden, ob der Honig aus dem eigenen Garten auch tatsächlich auf dem präsidialen Frühstückstisch landet.

Der Besuch im Energieministerium war sehr lehrreich. Im Grunde ist es ein Überbleibsel aus Zeiten des kalten Krieges. Es wurde als ausführender Arm des SDI-Programmes genutzt und kontrolliert die Nuklearresourcen, zivile und militärische. Es wird gemunkelt, dass unterirdisch mindestens noch ein paar Raketen liegen und auch ein Forschungsreaktor sei leicht wieder in Betrieb zu nehmen. Sicher ist, dass das Gebäude sicher ist. Denn jeder wird kontrolliert, auch die Mitarbeiter, die jeden Tag durch die Schleuse müssen. Per Zufall wird auch noch ausgewürfelt, ob sie und ihr Gepäck gescannt werden. Das passiert mindestens einmal pro Woche. Jedenfalls durfte ich mich nur in Begleitung durchs Gebäude bewegen und dies bis hin zur Toilette.