Archiv der Kategorie: Niederlausitz

Yin und Yang im Dorchetal

Von Neuzelle nach Schenkendöbern auf Schusters Rappen macht 31 km. Es ging über Kumrow, die Schwerzkoer Mühle, durchs Dorchetal, am Gallensee und Göhlensee lang, vorban an den Dörfern Groß Drewitz, Lauschütz und Grano. Idylle pur und allerlei unglaubliche Entdeckungen: Biberbauten, Seeadler am Großen Kahntopp, Orchideenwiese mit Knabenkraut, Miesmuscheln am Gallensee, Fischreiher am Göhlensee. Doch in die Fotogallerie schaffen es zwei Kreise. Empfehlenswerte Wanderung, aber Proviant nicht vergessen, sonst ist Hunger und Durst der Ganztagsbegleiter. Bäcker und Kneipen waren auch annodazumal rar gesäht und sind heutzutage ohnehin geschlossen.

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel

Yin und Yang im Dorchetal

Yin und Yang im Dorchetal

Und noch ein altertümlicher Kreis

Und noch ein altertümlicher Kreis

Von Senftenberg nach Zittau auf Schusters Rappen

Von Freitag (27.9.) bis Mittwoch (2.10.). Start am Bahnhof Senftenberg, quer durch die Altstadt hin zur Gartenstadt Marga. Vorbei am Senftenberger See, fabelhafter Ausblick vom Aussichtsturm auf die bei Neschwitz beginnenden Berge. Stückweit entlang des Krabat-Wanderweges, den ein schwarzer Rabe kennzeichnet. Der erste Hinweis auf die Sagenfigur Pumpot kurz nach Hoyerswerda. Als wir überlegten, wann wir wohl das erste Umgebindehaus sichten würden, tauchte es prompt auf (Gegend um Neschwitz). Klassische Wandererbaude in Sohland an der Spree. Das Sonnenuhrendorf Taubenheim ist einen Besuch wert. Quer durch den Wald durch die tschechische Nase – das Kartenmaterial von OsmAnd ist zuverlässig. Ob Wanderkarten bald nur noch was für’s Museum sind? Verlässlich ab Kilometer 20 merkt man die Plattfüße. Aber unterwegs gibt es noch fantastische Landbäckereinen, die mit ihren süßen Zaubereien die Schmerzen verfliegen lassen. Kirschbombe in Neugersdorf! Waldräuber und Karasek bei Seifhennersdorf. Kräuterschnaps drauf! Was für eine Unterkunft ist das Begegnungszentrum in der alten Windmühle. Quer durch Tschechien, die Sprachmelodie ist wie immer ein Ohrenschmaus: Naa-dra-ji. Das klingt wie aus 1000 und eine Nacht, heißt aber einfach nur Bahnhof. Erklären polnischen Touristen in Tschechien den Weg auf dem Tablett. Wie einfach doch Völkerverständigung sein kann. Hoch auf die Lausche, höchster Berg im Zittauer Gebirge. Fantastische Sicht, selbst Boxberg (6o km weiter) ist zu erkennen. Zittau auch, dahin soll es gehen. Über die Felsenschluchten bei Jonsdorf. Sind künstlich, nämlich Mühlsteinbrüche. In Zittau abbaden am Olbersdorfer See. Sehr kalt. In Zittau wiedersehen mit ehemaligen Kollegen. Schön war ’s, fast 150 km. Manche Wege kennt selbst google noch nicht. Schlampige Geheimdienste, na sowas.


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