Archiv der Kategorie: Finnland

Auf’s neue mit der Transsib nach Okinawa / Once more by Transsiberian to Japan

Tiger auf dem Weg. Woran merkt man, dass es ostwärts geht? Der Buchweizenanteil im Essen steigt und zum Frühstück gibt es Kascha. Gut zu wissen auch, dass ich weiterhin gut auf dem Schiffsboden schlafen kann. Dem Morgen graut und Turku ist in Sicht.

From Tiger to Tiger. Greeting will be forwarded. How do you know that you are approaching the east? Buckweat content in your food increases and you get Kascha for breakfast. Good to know that I still sleep well on the floor. Approaching Turku, the sun breaks through the clouds.

Von Sognal nach Oslo mit dem Bus

Von Sognal nach Oslo mit dem Bus

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Einen Gruß aus Estland schickt mir das finnische Frühstücksbufet, denn es gibt Kama 🙂 Das ist geröstetes Mehl, Erbsen und Bohnenpulver, das man in Yoghurt oder Sahne rühren kann. Die finnische Variante namens Talkkuna ist etwas feiner und schmeckt weniger stark geröstet, genaueres konnte auch der Kellner nicht rausfinden. Dennoch gutes Karma ist gewiss, da jedes noch so knurrige Rrrrr nach so einem guten Frühstück verschwindet.

Estonia sends its regards from the Finish breakfast buffet since I get Kama :)This is a brose consisting of different kinds of grinned and roasted flour or beans that can be mixed into yoghurt or cream. The variant from Finland named Talkkuna is as delicious as the Estonian, yet finer and less roasted. The exact mixture was not known to the waiter, though. Anyway, good Karma is granted for the day, because it shoos away all remaining morning Rrrrrrr.

Kama or Talkkuna?

Kama or Talkkuna?
Marit says both kama and talkkuna come from Russian – komý (dialect word for plural of pastry/bread/pancakes) and toloknó (dry-roasted oatmeal or barleymeal). Head isu!

Helsinki, die Schöne bei herrlichem Herbstwetter. Spaziergang mit Rosemarie. Ein Jahr später nach unserem zufälligen Treffen im Flüchtlingschaos.

Helsinki, the beauty. Walking with Rosemarie one year after having met coincidentally in the train with many, many stranded refugees.

Helsinki, die Schöne. Helsinki the beauty!

Helsinki, die Schöne. Helsinki the beauty!

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Theaterabend in Moskau. Jean Genet „Die Zofen“ inszeniert als Tanzdrama durch das Roman-Viktyuk-Theater. Seinerseits übrigens in Polen geborener Ukrainer, hoch verehrt sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Alle Rollen von Männern gespielt. Faszinierende Körperbeherrschung. Am Ende gab es Rosen und Schokolade vom Publikum. Das Stück läuft seit 1988. Die Neuigkeit des Tages: nein, ich bin nicht in Disneyland. Sondern in Moskau am Verlagsgebäude der Zeitung „Isvestia“. Moskau kann nicht nur auf Zuckerbäcker, sondern auch herrlich häßlich.

An evening in the theater in Moscow. Jean Genet „The Maids“ as a dance drama performed by the Roman-Viktyuk-Theater. Viktyuk is an Ukrainian born in Poland, who is highly esteemed in Ukraine and Russia. All roles played by men. Their body control was amazing and in the end they got roses and chocolate from the audience. The piece is running since 1988. News of the day? No, I am not in Disneyland but in Moscow close to the publishing house of the newspaper „Isvestia“. Still, besides being capable of delivering the gingerbread style perfectly, Moscow masters the art of ugliness, too.

Moskau, die ...?! Moscow, the ...?!

Moskau, die …?! Moscow, the …?!

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Moskau — Wladiwostok, wieder unterwegs und Glück mit der fabelhaften Mitfahrerin aus Augsburg. Was für ein Spass!

Again on the train from Moscow to Wladiwostok and lucky with my companion from Augsburg. We had fun!

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Transsib Oktober 2016

Bekanntschaft aus Augsburg :)

Bekanntschaft aus Augsburg 🙂

Besuch bei Marta in Helsinki

Helsinki

Nach unserer letzten Lesung in Stuttgart am 27.11. ging es endlich los Richtung Japan. Zunächst mit dem Zug nach Stockholm, dann die Fähre nach Turku und wieder in den Zug, um am 30.11. gegen Mittag in Helsinki anzukommen. Wir hatten nun 30 Stunden Zeit bis zur nächsten Zugetappe nach Moskau.

Das Wetter in Helsinki war winterkalt und sonnig, ganz weihnachtlich. Da passte gut ein Konzertbesuch in der Felsenkirche ins Konzept. Die Felsenkirche von Helsinki (Temppeliaukion kirkko) ist ein wunderbarer Ort für ein Adventskonzert. Mitten in den Felsen ist sie hineingesprengt worden und in der Kuppel gibt es – ganz zwergisch – eine funkelnde Kupfersonne.

Am nächsten Tag flogen wir aus auf die Insel Suomen Linna– eine Festung mitten in der Bucht von Helsinki und ein neuer Strich auf der Liste der Unesco-Weltkulturschätze. Das Wetter blieb sich treu und so spazierten wir frohgemut über die erstaunliche Anlage. Ein Theaterspiel über die Drei-Königslegende gab es obendrein.

Das verblüffende an unserem Kurzbesuch in Helsinki war vor allem, dass Finnisch nun wirklich kein Buch mit Sieben Siegeln mehr ist. Unsere lange Fahrradtour in Estland hat da fabelhafte Sprachgrundlagen gelegt. Wie wär es mit ein paar Beispielen?

1-2-3-4-5 (finnisch): yksi, kaksi, kolme, neljä, viisi
(estnisch): üks, kaks, kolm, neli, viis

Kirche (finnisch – estnisch): Kirkko – Kirik
Bär (finnisch – estnisch): Karhu – Karu
Kaffee (finnisch – estnisch): Kahv – Kohv
Rotes Meer (finnisch – estn.): Punainenmeri – Punane meri
Handarbeit (finnisch – estn.): Käsityö – Käsitöö
Gesang (finnisch – estn.): Laulu – Laulmine
Buch (finnisch – estni.): Kirja – Raamat
Schriftsteller (finnisch – estnisch): Kirjailija – Kirjanik
Bibel (finnisch – estnisch): Raamattu – Piibel

Noch ein wichtiger Hinweis: Wer Turku noch besichtigen will, sollte es möglichst bald tun. Denn vermutlich wird die Stadt bald im Meer versinken. Jedes Jahr bemühen sich nämlich Studenten aus Tampere, dass dem so kommt. Sie fahren nach Turku auf den Marktplatz und hüpfen dort rum, in der Hoffnung, dass die Stadt unter den Meeresspiegel sinkt. Tampere wäre dann nicht nur die größere sondern auch die ältere Uni.