Archiv für den Monat: Juli 2015

Abraumhaldenforschung

Abraumhalde (die glatte Stufe) in schöner Landschaft

Abraumhalde in schöner Landschaft

Eine Abraumhalde ist nicht unbedingt etwas, was man zum Unesco-Weltnaturerbe erheben würde. In Norwegen gibt es etliche wegen der vielen Wasserkraftwerke, irgendwo muss der Abraum schließlich hin. Doch schöner unsere Städte und Gemeinden und so untersuchen Landschaftsökologen, wie die Halden (in denen übrigens nicht nur Abraum sondern auch mal eine entsorgte Lokomotive lauert) gemäß umlandlicher Kriterien verhübscht werden können. Doch bevor das geschehen kann, muss die Wissenschaft erstmal klären und verstehen, was und wie schnell auf einem Abraumhügel wächst. Gestern habe ich unsere Landschaftsökologen begleitet und erfahren, wie das funktioniert.

Schritt 1

Schritt 1: Begebe dich zur Abraumhalde — hier das Beispiel der von Øydalen. Trotze dem unablässigen Regen

Schritt 2

Schritt 2: Betrachte die Abraumhalde — sie passt ganz klar nicht in die Landschaft, denn sie ist anders, wenn du sie grob-vizuell anschaust …

Schritt 3

… sie ist anders, wenn du ihr lauschst …

Schritt 3

… sie unterscheidet sich von der Umgebung, wenn du in die Knie gehst und einzelne Pflanzen anschaust. (Aber der Geruch ist ähnlich, denn die grasenden Schafe kümmert die Unterschiede nicht.)

Schritt 4

Schritt 4: Beginne Musterquadrate abzustecken. Vor ein paar Jahren wurde die Gegend um die Halde gerastert: in 8 grobe Blöcke unterschiedlicher Lagen. Manche am Abhang, manche ebener, manche in Wassernähe und andere eher trocken. Die Blöcke liegen sowohl auf als auch außerhalb der Abraumhalde. Diese Blöcke wiederum sind in Quadrate aufgeteilt, wovon jeweils 3 als Musterstellen ausgewählt worden sind. Die Musterstellen sind 50 cm x 50 cm groß und mit kleinen Aluminiumröhrchen im Boden markiert. Das Metalllgitter auf dem Bild liegt auf einer Musterstelle, die sich ausserhalb der Abraumhalde befindet.

Schritt 5

Schritt 5: Finde die Nadel im Heuhaufen! Nach ein paar Jahren komme wieder in die Gegend und versuche, die Musterstelle wiederzufinden. Kein einfaches Unterfangen, denn die Aluminiummarkierungen (als auch die zusätzlichen Holzstäbe) sind inzwischen überwachsen oder zersetzt. Es ist die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen und selbst, wenn der Metalldetektor eine Fundstelle ausposaunt, ist das lange nicht das Ende der Geschichte.

Schritt 6

Schritt 6: Handarbeit ist gefragt! Gelegentlich sind die Markierungen auch weggespült, denn die Landschaft hält zum Wohle der Wissenschaft nicht still.

Rätsel

Rätsel: Versuch es selbst. Im Bild sind zwei Aluminiummarkierungen versteckt. Der Holzstab zeigte immerhin die grobe Stelle an.

Gefunden!

Gefunden! Hinweis zum obigen Rätsel: der eine Marker ist in der Mitte des linken Randes. Der zweite befindet sich links oberhalb des Steins mit dem dicken Grasbüschel.

Schritt 8

Schritt 8: erneuere alle Marker und überprüfe die GPS Koordinaten. Es dauerte übrigens einen Tag, um alle 24 Musterstellen aufs Neue zu finden.

Schritt 9

Schritt 9: Komme ein weiteres Mal zurück und zähle alle Pflanzen auf allen Musterstellen. Das Bild zeigt nur ein Quadrat (12 cm x 12 cm) von 16, die zu einer Musterstelle gehören, die eine von drei in einem der 8 Blöcke ist. Da ist klar, wofür die Sommerferien draufgehen. In den meisten anderen Monaten liegt ja Schnee.

Schritt 10

Schritt 10: Identifizieren! Es reicht nicht, die unterschiedlichen Pflanzen zu zählen, sie müssen auch bestimmt werden. Das orange Gewächs auf dem Bild zum Beispiel.

Gandalf läßt grüßen

Wir waren gut beschäftigt in letzter Zeit. Aber nicht mit Arbeiten, sondern damit unsere schöne Gegend zu erkunden. Alles im Fußradius wohlbemerkt. Die folgenden Fotos sind von unserem Hausberg. Start aller Touren ist die Haustür und gleich um die Ecke gibt es einen Schleichweg in die Berge. Mittlerweile ist der Schnee geschmolzen und der Frühling hat auch in der Zone über der Baumgrenze Einzug gehalten. Innerhalb einer Woche sind die Bergseen nun Eisfrei und die Birkeninseln ergrünt. Es ist eine entrückte Welt, die sehr gut beschreibt, wie es uns hier geht: paradiesisch und alle Sorgen lösen sich auf wie Wolken nach einem warmen Regen. Achja! Auf einem Musikfestival waren wir auch. In Förde, das ist eine gute Autostunde entfernt. Das Auto war voller neuer Freunde und genauso angefüllt war der Tag mit bunter Musik aus aller Welt. Besonders schön war das Konzert, Chopin trifft Dorfmusiker — Variationen zur Mazurka. Der ganze Saal war am Tanzen, obwohl man doch Stühle hingestellt hatte.

Gandalf läßt grüßen!

Gandalf läßt grüßen!

Ein zukünftiger Kochlöffel

Ein zukünftiger Kochlöffel

Auf Tour mit Marta aus Polen. Aber nicht die Marta aus Gdansk, sondern Marta aus Warschau.

Auf Tour mit Marta aus Polen. Aber nicht die Marta aus Gdansk, sondern Marta aus Warschau.

Die Schafe erobern die höheren Lagen.

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Weltmusikfestival in Förde. Freies Frühstück für alle im Park.

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Chopin trifft Dorfmusiker

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Das Leben im Baum erwacht. Kodama!

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Blütenpracht für Wochen

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Frühling in hohen Berglagen

Frühling in hohen Berglagen

Frühling in hohen Berglagen

Frühling in hohen Berglagen

Frühling in hohen Berglagen

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Der letzte Schnee schmilzt. Vier Wochen später in diesem Jahr.

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Schnelles Panorama. Pixelarbeit ist auf später verschoben.

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Unser Hausberg der Nuken mit 919 m.

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