Archiv für den Monat: Oktober 2015

Stapfen auf den Molden, stampfen von Sauerkraut und in Fresvik waren wir auch noch

Auf dem Weg nach oben

Auf dem Weg nach oben

Was soll man da sagen?

Was soll man da sagen?

Auf dem Molden

Auf dem Molden

Herrlicher Weitblick

Herrlicher Weitblick

Man sieht sogar Hurangane, den dritthöchsten Berg von Norwegen

Man sieht sogar Hurangane, den dritthöchsten Berg von Norwegen

Blick nach Solvorn aus der anderen Richtung

Blick nach Solvorn aus der anderen Richtung

Sonntagssauerkrautstampfen

Sonntagssauerkrautstampfen — nach slowakischem Rezept

Besuch in Fresvik

Besuch in Fresvik

Eigentlich um die Ecke, aber ohne Boot dauert es 1.5 Stunden

Eigentlich um die Ecke, aber ohne Boot dauert es 1.5 Stunden

Schweinfüttern

Schweinfüttern

... nach Rezept

… nach Rezept

Langsam heranpirschen

Langsam heranpirschen, denn …


... die Biester waren sehr hungrig und fressen ALLES!

… die Biester waren sehr hungrig und fressen ALLES!

Äpfel und Schafe

Vergangenes Wochenende war Apfelernte bei Svein. Er ist Forscher und Bauer, keine ungewöhnliche Kombination in Norwegen. Äpfelpflücken ist ja auch eine Wissenschaft für sich. Sie werden auf kleinste schwarze Punkte untersucht, es könnten womöglich beginnende Pilz- oder Bakterieninfektionen sein und damit würden sie sich trotz Schneewittchenapfelaussehens nur für die Saftpresse qualifizieren. Die guten ins Töpfen und die immer noch guten ins Kröpfchen. Wir haben gut 1000 Kilo solcher und ebenso viel solcher geernet. Zur Stärkung gab es heißen, dicken Milchreis. Lecker! Fürs Protokoll: Die wichtigsten Apfelsorten in Norwegen sind Discovery und Gravenstein. Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass so hoch im Norden die Äpfel noch reifen. Hier hilft das warme Wasser aus dem Fjord.

Apfelernte bei Svein

Apfelernte bei Svein

Willis Handschuhe im Einsatz

Willis Handschuhe im Einsatz

Am nächsten Tag waren dann die Schafe dran. Es ist Zeit für diese, von der Sommerweide heimzukehren. Die meisten Schafe schaffen das ganz von selbst, nur ein paar 15 trudelten noch verloren in den Bergen. Aber mit GPS. Das war dann sozusagen geocaching auf norwegisch. Andererseits schaffen es auch nicht alle Lämmer über den Sommer. Das gefährlichste ist ein Bakterium?, dass die Schafe vom Schwanz her auffrisst. Aber abstürzen kommt wohl selten vor. Da sind Touristen eindeutig die dümmeren. Und dabei hat die Menschheit sich doch bei der Schafszucht solche Mühe gegeben, den Intelligenzquotienten der Blöker zu reduzieren. Mit Ach und Krach haben wir dann 3 Schafe gefunden und sie auf die Winterweide bugisiert. Das machen wir nächstes Jahr wieder. Abends gab’s dann ein Nationalgericht: Schmorkohl mit Schaf. Aber noch von den alten. Die Schlachtsaison ist erst in ein paar Wochen.

Auf Schafssuche

Auf Schafssuche

Hoch auf den Berg

Hoch auf den Berg

... und gleich erstmal eine Pause am Rüsti.

… und gleich erstmal eine Pause am Rüsti.

... und Aussicht genießen

… und Aussicht genießen

Hier lebte mal eine Familie mit sieben Kindern. Dann sind sie nach Amerika ausgewandert wie so viele.

Hier lebte mal eine Familie mit sieben Kindern. Dann sind sie nach Amerika ausgewandert wie so viele.

Endlich finden wir ein Schaf!

Endlich finden wir ein Schaf!

Das Knistern der Plastetüte weckt ihre Neugier

Das Knistern der Plastetüte weckt ihre Neugier

Erntefreuden

Lange hatten wir keine Zeit, mal wieder was in unser Tagebuch zu kritzeln. Es war gut was los – der Sommer war voller Aktiväten. Wir hatten Besuch aus Rostock, Berlin, Stuttgart, Guben und Frankfurt. Wir waren in Lapeenranta auf einer Konferenz und haben was über Geoengineering erzählt, oder viel mehr darüber, warum man tunlichst die Finger von lassen sollte. Dann waren wir in Estland bei Marit und Marco, haben endlich den Suuuur Munamägi – den großen Eierberg erklommen, den höchsten Berg im Baltikum von 318 m (plus ein bisschen, wenn man dazu noch die Treppen vom Aussichtsturm erklimmt). Wir waren in Seen baden, haben den Seto beim Singen gelauscht, neue Brettspiele kennengelernt und einen Geburtstag gefeiert. In Luxemburg waren wir auch fix zwischendrin mit Zwischenstopp in Magdeburg bei Gabi und Willi (spannende Landmesse, Wigard-Boning-Langeweile, quasseln), Jenny und Martin (mit Mutti und Auto und viel zu wenig Zeit). Achja, und die Solvorn-Nipa haben wir erstiegen – ein herrlicher Ausblick mit Regenbogen über Solvorn war der Lohn.

Mit unseren Besuchern sind wir mehr (wegen bestem Wetter) oder weniger (wegen ungeplanter Blessuren) oft in den Bergen unterwegs gewesen. Der Gletscher – Flatbreen – war auch darunter. Bei Gelegenheit mehr. Am letzten Wochenende war Ernteeinsatz. Eli und Christian baten uns ihre Johannisbeeren (Ende September reif!), ihre Pflaumen und Sauerkirschen zum Plündern an. Das konnten wir plus Jan uns natürlich nicht entgehen lassen und rückten im Fußmarsch an (16 km von Sogndal bis Amla quer durch den Wald). Wir brauchten weitere Abende, um alles zu Saft, Marmelade, Gelee und Sirup zu verarbeiten. Die freitägige Waffelbackrunde konnten wir so auch bereichern. Morgen geht es zum Eintreiben der Schafe von den Bergen, immerhin zieht der Herbst nun ein. Heute windete es stark, das kommt hier nun wirklich selten vor. Wir werden berichten. Hoffentlich nicht erst wieder ein halbes Jahr später. Außerdem stehen jetzt ganz dringend ein paar Briefe an, die geschrieben werden wollen – 2x Potsdam, Berlin (Trolle!), Eberswalde und Aquastation Sogndal.

Erntehelfer (in der Mitte Großgrundbesitzer)

Erntehelfer (in der Mitte Großgrundbesitzer)

Kein Mundraub mehr!

Kein Mundraub mehr!

In Amla geht der Tag zu Ende

In Amla geht der Tag zu Ende

Sonntage sind zum Arbeiten da!

Sonntage sind zum Arbeiten da!

Herbst auf dem Fjell

Herbst auf dem Fjell

Regenbogen bei Solvorn

Regenbogen bei Solvorn