Äpfel und Schafe

Vergangenes Wochenende war Apfelernte bei Svein. Er ist Forscher und Bauer, keine ungewöhnliche Kombination in Norwegen. Äpfelpflücken ist ja auch eine Wissenschaft für sich. Sie werden auf kleinste schwarze Punkte untersucht, es könnten womöglich beginnende Pilz- oder Bakterieninfektionen sein und damit würden sie sich trotz Schneewittchenapfelaussehens nur für die Saftpresse qualifizieren. Die guten ins Töpfen und die immer noch guten ins Kröpfchen. Wir haben gut 1000 Kilo solcher und ebenso viel solcher geernet. Zur Stärkung gab es heißen, dicken Milchreis. Lecker! Fürs Protokoll: Die wichtigsten Apfelsorten in Norwegen sind Discovery und Gravenstein. Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass so hoch im Norden die Äpfel noch reifen. Hier hilft das warme Wasser aus dem Fjord.

Apfelernte bei Svein

Apfelernte bei Svein

Willis Handschuhe im Einsatz

Willis Handschuhe im Einsatz

Am nächsten Tag waren dann die Schafe dran. Es ist Zeit für diese, von der Sommerweide heimzukehren. Die meisten Schafe schaffen das ganz von selbst, nur ein paar 15 trudelten noch verloren in den Bergen. Aber mit GPS. Das war dann sozusagen geocaching auf norwegisch. Andererseits schaffen es auch nicht alle Lämmer über den Sommer. Das gefährlichste ist ein Bakterium?, dass die Schafe vom Schwanz her auffrisst. Aber abstürzen kommt wohl selten vor. Da sind Touristen eindeutig die dümmeren. Und dabei hat die Menschheit sich doch bei der Schafszucht solche Mühe gegeben, den Intelligenzquotienten der Blöker zu reduzieren. Mit Ach und Krach haben wir dann 3 Schafe gefunden und sie auf die Winterweide bugisiert. Das machen wir nächstes Jahr wieder. Abends gab’s dann ein Nationalgericht: Schmorkohl mit Schaf. Aber noch von den alten. Die Schlachtsaison ist erst in ein paar Wochen.

Auf Schafssuche

Auf Schafssuche

Hoch auf den Berg

Hoch auf den Berg

... und gleich erstmal eine Pause am Rüsti.

… und gleich erstmal eine Pause am Rüsti.

... und Aussicht genießen

… und Aussicht genießen

Hier lebte mal eine Familie mit sieben Kindern. Dann sind sie nach Amerika ausgewandert wie so viele.

Hier lebte mal eine Familie mit sieben Kindern. Dann sind sie nach Amerika ausgewandert wie so viele.

Endlich finden wir ein Schaf!

Endlich finden wir ein Schaf!

Das Knistern der Plastetüte weckt ihre Neugier

Das Knistern der Plastetüte weckt ihre Neugier

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