Stippvisite in Fukuoka

Fukuoka ist eine Stadt mit 1.5 Millionen Einwohnern. Es gibt sehr viele Touristen, vor allem aus Asien, was wiederum kein Wunder ist, denn die Metropole punktet mit Einkaufsmeilen bzw. Einkaufskubikmeilen. Weiterhin ist die koreanische Stadt Pusan in 2.5 Stunden per Tragflächenboot erreichbar. Die Shopping-Paradiese werden von uns gechoppt (geköpft) und wir spendieren hier zwei Frühlingsbilder. Die Kirsche blüht und die Stadt hat viele Frühlingsgrüße gepflanzt.

Kirschblüten interessieren Handy-Zocker marginal

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Tulpen

Tulpen kennt man schon eine Weile. Die Niederlande waren ein wichtiger Handelspartner.

Nicht weit von Fukuoka liegt die ehemalige Regionalhauptstadt von Kyushu. Dazaifu ist ein charmantes kleines Städtchen mit einigen Tempeln, Schreinen, historischen Regierungsgebäuden und einer Reihe an Delikatessenläden (u.a. probieren wir Sesamkracker, Japanpflaumeneis, Hefeklöße mit Schweinefleischfüllung, Reiswaffel mit süßer Bohnenpaste und Gewürzkracker – dabei bleiben wir aber dem Harahachibu treu). Seit neuestem befindet sich in Dazaifu auch ein weiteres Nationalmuseum Japans. Derer gibt es vier: je eins in Tokio, Kioto, Nara und nun in Dazaifu. Das katapultiert Kyushu gefühlt in die gleiche Liga mit den anderen kulturellen Schwergewichten. (Das Präfekturmuseum von Okinawa könnte übrigens gut als Nummer 5 mithalten.) Symphatisch am Nationalmuseum in Kyushu ist, dass es sich nicht ausschließlich japanischer Kunst widmet, vielmehr spannt es einen gelungenen Bogen quer durch den asiatischen Kontinent. Das ist mal ein Kontrapunkt zur aktuell nationalkonservativen Regierung Japans.

Nationalmuseum in Dazaifu

Nationalmuseum in Dazaifu

Nationalmuseum in Dazaifu

Nationalmuseum in Dazaifu: die Architektur ist beeindruckend. Leider kann man keine Fotos von der sehr lohnenswerten Ausstellung selbst machen.

Tenmangu-Schrein in Dazaifu

Tenmangu-Schrein in Dazaifu

Ein Schmankerl: im Tenmangu-Schrein gibt es eine Statue des chinesischen Fabelwesens Kirin (auch Quiin). Es ist dem Einhorn ähnlich und eine bekannte Biermarke nutzt es als Logo. Letzteres ist den meisten Japanern geläufig, aber die märchenhafte Verbindung weniger. So hörten wir einige „ooooohs“, als die Besucher die Infotafel lasen. Achja, Firmen opfern (spenden) in Schreinen, daher die Sakefässer und Bierkästen.

Fabelwesen Kirin

Fabelwesen Kirin

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